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Schweiz: MWST-Abstimmung am 29. November 2026 — was Handwerksbetriebe vorbereiten können

Die Mitteilung vom 5. Oktober zur Finanzierung der 13. AHV-Rente verlangt keine sofortige Umstellung Ihrer Offerten auf 8,5 Prozent. Über die Erhöhung wird abgestimmt; eine Anwendung käme erst später infrage. Für Schreinereien, Maler- und Installationsbetriebe ist jetzt eine nachvollziehbare Vorbereitung sinnvoll.

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Die Limmat, eine Brücke und historische Gebäude in Zürich unter bewölktem Himmel.
Symbolfoto · © Adrien Olichon / Pexels · Pexels License

Was beschlossen wurde und was noch aussteht

Am 5. Oktober erläuterte der Bund die Vorlage zur Zusatzfinanzierung der AHV. Die Volksabstimmung findet am 29. November 2026 statt. Vorgesehen sind 8,5 statt 8,1 Prozent beim Normalsatz und 4 statt 3,8 Prozent bei der Beherbergung. Der reduzierte Satz von 2,6 Prozent soll unverändert bleiben.

Gemäss BSV wäre ein Inkrafttreten frühestens Anfang 2028 möglich. Die erste Auszahlung der 13. AHV-Rente im Dezember 2026 ist deshalb kein Startdatum für einen neuen MWST-Satz. Stand 9. Oktober müssen Parlamentsentscheid, Volksabstimmung und Inkrafttreten getrennt betrachtet werden. Ein erwarteter Termin ist noch keine verbindliche Anweisung für Ihre Rechnung.

BSV — Volksabstimmung zur Zusatzfinanzierung der 13. AHV-Rente

Die Offertendossiers vorbereiten

Unser Organisationsvorschlag: Prüfen Sie in Ihren Vorlagen, wo Nettobetrag, steuerliche Behandlung und Endbetrag stehen. Bei einer Fenstermontage gehören Offerte, Leistungsbeschreibung, geplante Termine und vereinbarte Änderungen zusammen. Diese Ordnung ist unabhängig vom Ausgang der Abstimmung nützlich.

Überschreiben Sie keine bereits versandte Offerte, um einen künftigen Satz auszuprobieren. Arbeiten Sie mit einer deutlich bezeichneten Kopie und bewahren Sie das Kundendokument unverändert auf. Eine interne Berechnung soll nicht versehentlich als Vertragsänderung versandt werden. Halten Sie fest, wer die Zahlen geprüft hat.

Markieren Sie länger laufende Baustellen im Terminplan. Sobald verbindliche Termine und Übergangshinweise vorliegen, können Sie die betroffenen Dossiers gemeinsam mit Ihrer Treuhandperson prüfen. Die Mitteilung vom Oktober allein beantwortet weder die Behandlung von Anzahlungen noch die Abgrenzung von Leistungen über einen möglichen Wechsel hinweg.

BSV — Volksabstimmung zur Zusatzfinanzierung der 13. AHV-Rente

Ein Rechenbeispiel in CHF

Angenommen wird ein fiktiver Nettobetrag von 10 000 CHF, auf den der Normalsatz angewendet wird. Bei 8,1 Prozent ergeben sich 810 CHF Steuer und 10 810 CHF insgesamt. Eine reine Simulation mit 8,5 Prozent ergäbe bei identischer Grundlage 850 CHF Steuer und 10 850 CHF insgesamt. Die Differenz betrüge 40 CHF.

Das Beispiel veranschaulicht nur die Rechnung. Es entscheidet nicht über Ihre Steuerpflicht, die Behandlung des konkreten Auftrags, die Verteilung eines Preisunterschieds im bestehenden Vertrag oder den Zeitpunkt der Rechnungsstellung. Vergleichen Sie gleiche Nettobeträge und trennen Sie einen Steuereffekt von höheren Materialkosten oder zusätzlichen Arbeitsstunden.

BSV — Volksabstimmung zur Zusatzfinanzierung der 13. AHV-Rente

Den nächsten Prüfschritt festhalten

Speichern Sie den offiziellen Link und das Datum Ihrer Prüfung im Dossier. Nach der Abstimmung sind zuerst das amtliche Ergebnis und anschliessend die Umsetzungstexte und Hinweise der ESTV zu prüfen. Eine politische Mitteilung ersetzt keine konkrete Anweisung zur Abrechnung eines Auftrags.

Vor einer späteren Softwareänderung empfehlen wir einen Test mit einem fiktiven Auftrag: Positionen, Rundungen und Gesamtsumme prüfen und ein Beispiel gegenlesen lassen. Die Buchhaltung sollte die vorherige Version weiterhin finden können. Eine geänderte Einstellung darf die fachliche Prüfung des tatsächlichen Geschäfts nicht ersetzen.

Benennen Sie eine verantwortliche Person, die neue Hinweise sammelt. So arbeiten nicht gleichzeitig mehrere Mitarbeitende mit unterschiedlichen Annahmen. Halten Sie offene Fragen in einer kurzen Liste fest, statt provisorische Antworten in alle Vorlagen zu übernehmen.

BSV — Volksabstimmung zur Zusatzfinanzierung der 13. AHV-Rente

Fiktives Praxisbeispiel

Schweizer Schreinerei: Annahmen getrennt halten

Bei einer noch besprochenen Schreinerarbeit fragt der Kunde, ob sich der Endbetrag nach der Abstimmung ändern wird. Eine hilfreiche Arbeitsantwort verweist auf die späteren amtlichen Entscheide und die konkreten Vertragsbedingungen, ohne eine künftige Steuerbehandlung zu versprechen.

Führen Sie diese Frage gemeinsam mit Herstellungsfrist und Einbautermin in der Liste offener Punkte. Kundenwünsche, Baustellenorganisation und steuerliche Prüfung bleiben dadurch nachvollziehbar getrennt.

Simulation mit 10 000 CHF netto: 10 810 CHF bei 8,1 %; 10 850 CHF bei 8,5 %; Differenz 40 CHF.

Nur Schweiz. Stand 9. Oktober 2026: Abstimmung noch ausstehend, keine sofortige Anwendung bestätigt. Fiktive Beträge, keine Offerte. · BSV — Volksabstimmung zur Zusatzfinanzierung der 13. AHV-Rente

Vorlage für Ihre Notizen

  • Vorlage und Status erfassen, aktive Sätze nicht vorzeitig ändern
  • Lange Projekte und Terminannahmen kennzeichnen
  • Versandte Offerten aufbewahren, Simulationen getrennt führen
  • Amtliche Entscheide und Umsetzungshinweise erneut prüfen
  • Steuerliche Behandlung des Auftrags vor der Rechnung prüfen lassen
Auftrag: […]
Preisgrundlage und Währung: […]
Geplante Leistungsdaten: […]
Steuerliche Prüfung durch: […]
Versandte Version: […]
Nach amtlichem Entscheid offene Frage: […]

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FAQ

Muss ich jetzt 8,5 Prozent verwenden?

Nein. Die Mitteilung setzt diesen Satz nicht sofort in Kraft.

Wann wäre eine Erhöhung möglich?

Gemäss BSV frühestens Anfang 2028; die erforderlichen Entscheide und der verbindliche Termin bleiben abzuwarten.

Ändert eine Simulation die Kundenofferte?

Nein. Bewahren Sie sie getrennt auf und prüfen Sie Vertragsänderungen am tatsächlichen Auftrag.

Was lässt sich diese Woche vorbereiten?

Lange Projekte kennzeichnen, versandte Versionen sichern und offene Fragen für die spätere Prüfung sammeln.

Quellen und Hinweise

Quellen geprüft am .

Anforderungen hängen von Land, Region, Unternehmensstatus und Vertrag ab. Prüfen Sie die geltenden Pflichten vor dem Versand. Diese Praxisratgeber sind keine journalistischen Nachrichten.

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